Was ich sehe vs. was ich zeichne: 7 Tipps, um bessere Motive zu finden

Gasper von @linescapes.drawing hilft dir bei der Blick- und Motivwahl für dein Sketchbook, wenn du unterwegs bist. Denn Gaspers Meinung nach, bedeutet Zeichnen nicht, alles zu kopieren, was vor einem ist. Zeichnen bedeutet, zu entscheiden, was wichtig ist. Was dich wirklich interessiert. Was du zeigen möchtest. Und auch was du weglassen darfst. Deswegen kommen hier 7 Tipps, die dir helfen können, einen spannenden Blick zu finden und deine Skizzen klarer und lebendiger zu machen.

7 Tipps, die dir helfen können, einen spannenden Blick für dein Sketchbook zu finden und deine Skizzen klarer und lebendiger zu machen.

Gasper von @linescapes.drawing hilft dir bei der Blick- und Motivwahl für dein Sketchbook, wenn du unterwegs bist. Denn Gaspers Meinung nach, bedeutet Zeichnen nicht, alles zu kopieren, was vor einem ist. Zeichnen bedeutet, zu entscheiden, was wichtig ist. Was dich wirklich interessiert. Was du zeigen möchtest. Und auch was du weglassen darfst. Deswegen kommen hier 7 Tipps, die dir helfen können, einen spannenden Blick zu finden und deine Skizzen klarer und lebendiger zu machen.

Wir freuen uns sehr, dass Gasper von @linescapes.drawing in diesem Blogbeitrag wertvolle Tipps für dein Sketchbook und das Finden von Motiven gibt. Wir haben die Ratschläge so gern gelesen und hoffen, dass es dir auch so geht!

Was ich sehe vs. was ich zeichne: 7 Tipps, um bessere Motive zu finden

Kennst du dieses Gefühl? Du sitzt mit deinem Skizzenbuch vor einer schönen Aussicht, einer Straßenecke oder einer Landschaft – und eigentlich ist alles interessant. Das Gebäude links. Der Baum daneben. Die Menschen darunter, die Schatten, die Fenster, die kleinen Details, der Himmel, der Hund… Und plötzlich wird aus dem schönen Moment eine schwierige Frage: Was soll ich davon eigentlich zeichnen?

Ich glaube, genau hier beginnt eine der wichtigsten Fähigkeiten beim Zeichnen: die Blick- oder Motivwahl. Denn Zeichnen bedeutet nicht, alles zu kopieren, was vor einem ist. Zeichnen bedeutet, zu entscheiden, was wichtig ist. Was dich wirklich interessiert. Was du zeigen möchtest. Und auch was du weglassen darfst.

Hier sind 7 Tipps, die dir helfen können, einen spannenden Blick zu finden und deine Skizzen klarer und lebendiger zu machen.

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1. Finde was dich wirklich interessiert

Bevor du anfängst zu zeichnen, schau dich einen Moment mit Neugier um. Was zieht deinen Blick an? Vielleicht ist es nicht die ganze Straße, sondern nur eine schöne Fassade. Vielleicht nicht die ganze Landschaft, sondern ein einzelner Baum. Oft ist das beste Motiv nicht das Größte oder Offensichtlichste. Es ist einfach das, woran dein Blick hängen bleibt.

Und das ist ein guter Anfang. Denn wenn dich etwas wirklich interessiert, verändert sich der ganze Zeichenprozess. Du beobachtest genauer. Du bist präsenter, neugieriger. Und selbst wenn die Skizze am Ende nicht perfekt wird, fühlt sie sich trotzdem wertvoll an, weil du eine Verbindung zu dem Motiv hattest. Interessanterweise führt genau das meistens auch zu besseren Zeichnungen. Die Begeisterung sieht man den Linien oft an.

2. Benutze dein Skizzenbuch wie ein Fenster

Ein einfacher Trick, der mir sehr hilft den richtigen Blick zu finden: stell dir dein Skizzenbuch wie ein kleines Fenster vor. Du hältst es vor dir und rahmst damit einen Ausschnitt der Welt ein. Das macht es leichter, eine gute Komposition zu finden, weil du plötzlich nicht mehr versuchst, alles auf einmal zu sehen, sondern bewusst entscheidest, welcher Ausschnitt interessant ist.

3. Bewege dich, bevor du zeichnest

Manchmal ist der beste Blick nur ein paar Schritte entfernt. Ein bisschen näher ran oder weiter weg. Das klingt simpel, aber es verändert oft alles. Wenn du direkt dort zeichnest, wo du gerade stehst oder sitzt, nimmst du den ersten Blickwinkel, der sich ergibt. Der kann gut sein. Muss er aber nicht.

Probier vorher kurz aus, was passiert, wenn du fünf Schritte in eine andere Richtung läufst. Vielleicht findest eine Perspektive, in der die Formen klarer werden, weniger störende Elemente, oder einen Blickwinkel, der sich einfach besser anfühlt.

4. Frag dich: Was ist hier das Wesentliche?

Wenn du etwas gefunden hast, das dich anspricht, kommt der nächste Schritt. Stelle dir die Frage: was genau interessiert mich daran? Ist es die Form, das Licht, oder vielleicht die kleinen Details? Diese Frage ist so hilfreich, weil sie dir zeigt, womit du anfangen solltest. Sie macht aus einem großen, unübersichtlichen Blick eine klarere Entscheidung.

Wenn du alles gleich wichtig behandelst, kann eine Skizze schnell überladen wirken. Dann verliert man den Fokus. Das Auge weiß nicht mehr, wo es hinschauen soll. Also finde zuerst dieses eine Element oder den Fokus des Blickes und zeichne das zuerst.

5. Zeichne nur so viel, wie dein Motiv braucht

Das ist wahrscheinlich der wichtigste Punkt: Du musst nicht alles zeichnen. Wirklich nicht. Wenn dein Hauptmotiv ein Baum ist, musst du nicht jede Bank, jedes Fenster, jedes Auto und jedes Blatt im Hintergrund zeichnen. Wenn dich eine Fassade interessiert, muss die ganze Straße vielleicht gar nicht mit auf das Papier.

Frag dich beim Zeichnen immer wieder: unterstützt dieses Element mein Hauptmotiv? Oder lenkt es eher ab? Manchmal braucht eine Skizze nur ein paar zusätzliche Linien, um sich vollständig anzufühlen. Etwas, das den Blick führt oder die Komposition ausbalanciert. Und dann darfst du aufhören. Das ist oft schwerer, als weiterzuzeichnen. Aber weniger ist wirklich oft mehr 🙂

6. Erlaube dir, Dinge zu verschieben oder wegzulassen

Eine Skizze ist keine Fotokopie. Du darfst Dinge verändern. Du darfst ein Schild weglassen, das stört. Du darfst einen Baum ein bisschen verschieben, damit die Komposition besser funktioniert. Du darfst Elemente vereinfachen. Und weißt du was? Du darfst sogar etwas erfinden, was es sonst nicht gibt! Das ist kein Schummeln. Das ist Zeichnen 🙂

Natürlich beobachtest du die Welt vor dir. Aber du übersetzt sie auch. Du entscheidest, was wichtig ist und machst aus dem, was du siehst, eine Zeichnung. Und manchmal bedeutet das, dass die Skizze nicht exakt zeigt, was da war, sondern was du daran schön, spannend oder erzählenswert fandest.

7. Hör auf, wenn es genug ist

Eine Skizze muss nicht vollständig sein, um fertig zu sein. Manchmal ist sie fertig, wenn die wichtigste Idee sichtbar ist. Manchmal ist sie sogar fertig, wenn dir die Zeit ausgeht. Auch wenn noch leere Stellen da sind und nicht jedes Detail eingezeichnet ist.

Gerade diese offenen Stellen können einer Skizze Luft geben. Sie lassen Raum für den Blick. Sie machen die Zeichnung leichter. Und sie sparen dir Zeit!

Das Letzte (und vielleicht Wichtigste), was ich dir mitgeben möchte, ist: hab Spaß beim Zeichnen. Es ist nicht so entscheidend, was du zeichnest. Und es ist auch nicht wichtig, ob das Motiv perfekt ist oder nicht. Was wirklich zählt, ist, dass du den Prozess genießt. Denn warum zeichnen wir, wenn nicht genau dafür?

Das Letzte (und vielleicht Wichtigste), was ich dir mitgeben möchte, ist: hab Spaß beim Zeichnen. Es ist nicht so entscheidend, was du zeichnest. Und es ist auch nicht wichtig, ob das Motiv perfekt ist oder nicht. Was wirklich zählt, ist, dass du den Prozess genießt. Denn warum zeichnen wir, wenn nicht genau dafür?

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