Gelatinedruck mit Amsterdam und Gelli Arts
Hast du schonmal von Gelatinedruck gehört? Dabei handelt es sich um ein spannendes Druckverfahren, mit dem du zuhause spielerisch und intuitiv tolle Monoprints, sprich Unikate, erstellen kannst. Das Drucken solcher Prints, die übrigens auch Monotypien genannt werden, funktioniert mit den Amsterdam Produkten besonders gut. Wir geben dir einen Überblick darüber, was du dafür benötigst und worauf du bei dieser speziellen Drucktechnik achten musst, um ganz individuelle Drucke zu erstellen.
Alles was du brauchst - und noch viel mehr
Gelplatten
Gelplatten sind die Basis für dieses besondere Druckverfahren, das in Deutschland Gelatinedruck genannt wird, aber für das Platten aus synthetischem Gel genutzt werden. Wir verwenden die in verschiedenen Größen verfügbaren Gelplatten von Gelli Arts, die flexibel und durchsichtig sind.
Farbwalze
Um die letzte Farbschicht gleichmäßig aufzutragen und somit dein Motiv von der Gelplatte auf das Papier zu übertragen, empfiehlt sich eine Farbwalze. Farbwalzen findest du von Talens, genauso wie von Gelli Arts.
Mini Printing Tools
Diese kleinen aber feinen Werkzeuge bringen Struktur in deine Prints. Die kleinen Kärtchen von Gelli Arts sind flexibel und haben an den Rändern unterschiedlich gemusterte Kanten.
Abstandshalter
Wenn dir gleichmäßige Ränder wichtig sind, empfehlen wir die super praktischen Abstandshalter von Gelli Arts. Sie verhindern auch bei mehreren Druckvorgängen ein Verrutschen des Papiers und sorgen dafür, dass der Druck immer auf der gleichen Stelle aufgetragen wird. Wobei gerade kleine Unsauberkeiten die Gelatinedruck erst so richtig ausmachen.
Acrylfarben
Die Amsterdam Standard Serie und auch die Amsterdam Expert Serie eignen sich hervorragend zum Malen auf Gelplatten. Wenn du dich bei der großen Farbauswahl nicht entscheiden kannst, sind die kleinen 20 ml Tuben von Amsterdam eine gute Wahl.
Acrylic Spray Paint
Die Amsterdam Sprühfarben sind ebenfalls Acrylfarben, nur eben in der Spraydose. Mit ihnen kannst du deine Gelatineplatten besprühen und so für spannende Sprenkel und Strukturen sorgen.
Acrylic Inks
Auch mit den Acrylic Inks von Amsterdam lassen sich beeindruckende Ergebnisse erzielen. Du kannst die Inks mit dem Pinsel aber auch mit der Pipette, die im Deckel versteckt ist, auftragen.
Acrylmarker
Die Amsterdam Acrylmarker sind das passende Werkzeug für dich, wenn du dir präzisere Linien wünschst oder auf die Gelplatten schreiben möchtest. Die Marker verhalten sich auf der Gelplatte manchmal etwas anders als auf Papier, sorgen aber genau deshalb für jede Menge Struktur.
Pinsel
Wenn du mit Acrylfarben oder Acrylic Inks auf deine Platten malen möchtest, brauchst du Pinsel. Wir verwenden gerne die Pinsel von Amsterdam aber auch Van Gogh.
Schablonen
Gelli Arts bietet zahlreiche Schablonen an, die du für die Motive deiner Gelatinedrucke verwenden kannst. Du kannst dir jedoch auch eigene Schablonen aus Papier erstellen.
Papier
Wo gedruckt wird, wird auch Papier gebraucht. Wir nutzen gern Papier mit wenig Struktur, das nicht allzu dick ist. Zum Drucken haben wie beispielsweise das Drawing Paper von Van Gogh oder den Talens | Pantone Block verwendet.
Weniger Material, mehr Experiment
Natürlich brauchst du nicht alle vorgestellten Produkte und kannst auch nur mit Gelplatte, Pinsel und Acrylfarbe starten. Beim Gelatinedruck geht es schließlich vor allem ums kreative Experimentieren. Und auch wenn man die Ergebnisse nicht immer zu 100 % steuern kann und man mit jedem Druck etwas Neues lernt, gibt es ein paar Tipps, die wir dir für lang anhaltende Druckfreude mitgeben möchten.
Transparenzen
Vielleicht sind dir die kleinen quadratischen Symbole aufgefallen, die du auf den Tuben der Amsterdam Acrylfarben findest. Sie geben an, ob die jeweilige Farbe deckend, halb-deckend, transparent oder halb-transparent ist. Wenn du ein Motiv in mehreren Druckvorgängen und vor allem großflächig druckst, empfehlen wir dir, für die letzten Farbschichten eher transparente Farben zu nutzen. Andernfalls überlagern die deckenden Farben die unteren Farbschichten zu sehr. Wenn du dagegen transparente Farben über deckende Farben aufträgst, ergeben sich tolle Mischfarben auf deinem Gelatinedruck.
Drucken, drucken, drucken
Wenn du Acrylfarbe, Acrylmarker oder Acrylic Inks zum ersten Mal auf deine Gelplatte aufträgst, fällt dir vielleicht auf, dass sich die Farbe stark zusammenzieht und es wirkt, als würde sie von der Gelplatte wieder abperlen. Das ist ganz normal und legt sich mit jedem weiteren Druckvorgang. Es lohnt sich also, die Platten “einzudrucken”, da die Platte nach jedem Druckvorgang noch besser haftet. Starte deshalb am besten nicht gleich mit dem aufwändigsten Motiv sondern drucke dich und deine Gelplatten erstmal warm.
Der erste Farbauftrag der Acrylfarben ist dennoch nicht gleich ganz deckend? Kein Problem! Lasse die Farbe vollständig trocknen und trage dann nochmals Farbe auf. Die zweite Farbschicht haftet richtig gut auf der ersten, sodass du auf diese Weise einen gleichmäßigen Farbauftrag erzielen kannst.
Also: Einfach Loslegen
So hilfreich alle Tipps auch sind… das Gefühl kommt erst mit Farbe an den Fingern und am Ende hilft nur eines: anfangen.
Erst durch eigenes Ausprobieren bekommst du ein Gefühl dafür, wie viel Farbe die Platte wirklich braucht, wie schnell sie antrocknet, wie sich unterschiedliche Materialien verhalten und wann der richtige Moment zum Abziehen gekommen ist. Mit jedem Druck wächst das Verständnis für Farbmenge, Druck, Schichtung und Timing. Und genau das ist das Spannende am Gelatinedruck: Er lebt vom kreativen Ausprobieren. Je öfter du druckst, desto intuitiver wird dein Umgang mit der Gelplatte – und desto größer wird die Freude am Experiment.
Auf unserem Amsterdam Instagram Account gibt es noch mehr Inspiration rund um das Thema Gelantinedruck – schau unbedingt mal vorbei.
Und wenn du Lust auf mehr Projekte mit Acrylfarbe hast, dann sind diese Beiträge interessant für dich:
Acrylmalerei: ein Starter Guide
Amsterdam x Samy Löwe: Wie gestaltet man ein Acryl-Artwork? Wertvolle Tipps & Tricks!